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Wetzikon
30.11.2025
30.11.2025 18:19 Uhr

«Wir suchen nach Lösungen»

Nach der Abstimmung fehlen der GZO AG 3,1 Mio. Franken.
Nach der Abstimmung fehlen der GZO AG 3,1 Mio. Franken. Bild: Stadt Wetzikon/Zürioberland24
Die Aktionärsgemeinden suchen nach dem Abstimmungsergebnis mit dem GZO nach Lösungen, wie die Finanzierungslücke geschlossen werden kann. Der Spitalbetrieb sei davon nicht berührt und laufe wie gewohnt weiter.

11 von 12 Aktionärsgemeinden haben der Kapitalerhöhung für die GZO AG Spital Wetzikon zugestimmt (wir berichteten). Damit stellen die Trägergemeinden zusammen ein Finanzierungsvolumen von insgesamt 46,9 Millionen Franken bereit – 3,1 Millionen Franken weniger als im Sanierungskonzept vorgesehen.

«Die Aktionärsgemeinden suchen nun gemeinsam mit dem GZO nach Lösungen, wie die Finanzierungslücke geschlossen werden kann», schreibt die GZO AG in ihrer Mitteilung. Der Spitalbetrieb werde davon nicht berührt und laufe wie gewohnt weiter, betont das Spital.

Es fehlten 87 Stimmen

Bäretswil, Bauma, Dürnten, Grüningen, Gossau, Fischenthal, Hinwil, Seegräben, Rüti, Wald und Wetzikon haben der Kapitalerhöhung für das GZO Spital Wetzikon deutlich zugestimmt. Die einzige Gemeinde, welche sich gegen die Kapitalerhöhung ausgesprochen hat, ist Bubikon. «Es fehlten 87 Stimmen», schreibt die GZO AG.

Damit kommen anstelle der beantragten 50 Millionen Franken insgesamt 46,9 Millionen Franken für die Kapitalerhöhung zusammen. «Wir bedauern, dass wir die Bevölkerung in Bubikon nicht überzeugen konnten. Gleichzeitig bedanken wir uns herzlich bei allen Stimmberechtigten, die sich mit ihrem Ja klar für das GZO ausgesprochen haben», sagt Spitaldirektor Hansjörg Herren. «Das deutliche Resultat zeigt, dass die Rettung des Spitals und das Zielbild einer gemeinsamen Verbundlösung einem breiten Bedürfnis der Bevölkerung im Zürcher Oberland entspricht», sagt Herren. Der starke Rückhalt in der Bevölkerung motiviere, weiterzukämpfen. «Wir setzen alles dafür ein, die Notfall- und Gesundheitsversorgung im Zürcher Oberland sicherzustellen.»

Suche nach Alternativen

Die Kapitalerhöhung von 50 Millionen Franken durch die Aktionärsgemeinden ist ein zentraler Bestandteil des Sanierungskonzepts. Da die benötigte Summe nicht vollumfänglich zustande kommt, müsse nach Alternativen gesucht werden. «Die Aktionärsgemeinden und Fachexperten analysieren gemeinsam mit uns die neue Situation genau und suchen nach Lösungen, wie der fehlende Betrag von 3,1 Millionen Franken ausgeglichen werden kann», sagt Verwaltungsratspräsident Andreas Mika. In den kommenden zehn Tagen werde intensiv beraten.

Die Nachlassstundung ist bis Mitte Juni 2026 bewilligt und kann gemäss GZO AG bei Bedarf und soweit die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind, um weitere sechs Monate verlängert werden.

Zürioberland24/bt
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