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Gossau ZH
21.10.2021

Schule Gossau: Ist der Wurm drin?

Bild: Google Screenshot/M. Keller
Ein Mitarbeiter der Schule Gossau hat gekündigt und seinen Unmut im "Zürcher Oberländer" geäussert. Er wirft der Schulverwaltung Desinteresse und Pseudo-Mitspracherecht vor. Die Schule sei ein administrativ dominierter Wasserkopf.

Der ehemalige Informatik-Verantwortliche der Schule Gossau ZH, Georg Silberschmidt, findet im "Zürcher Oberländer" klare Worte zur Organisation an der Schule Gossau ZH. Er wirft der Schulverwaltung u.a. Desinteresse und Pseudo-Mitspracherecht vor und betitelt sie als "administrativ dominierten Wasserkopf".

140'000 Jahreslohn für IT-Support

Georg Silberschmidt war seit 1994 an der Schule Gossau ZH tätig, zuerst als Sportlehrer, Stundenplaner und Wahlfach-Koordinator. Seit 2013 war er als Leiter ICT tätig. Seine Aufgabe wäre es gewesen, die Medienpädagogen, die es in jedem Schulhaus gibt, zu leiten und selber als Medienpädagoge zu unterrichten, so der Bericht. Hierfür habe Silberschmidt den Lehrgang als Pädagogischer ICT-Supporter absolviert. Doch dazu sei es nie gekommen. Stattdessen sei er für den technischen Support zuständig gewesen und sei z. B. gerufen worden, wenn es PC-Probleme oder einen Papierstau in Druckern gab. Mit einem Jahreslohn von 140'000 Franken sei er überbezahlt gewesen – damit hätte man zwei IT-Supporter einstellen können, so Silberschmidt.

Kein Interesse an den Einwänden

Weder Schulverwaltung noch die Schulpflege habe sich für seine Einwände interessiert, so Silberschmidt. Auch seine Vorschläge, wie man die Fachstelle ICT umbauen könte, seien ignoriert worden. Auch auf ein Positionspapier, das er letzten November geschrieben habe, habe er nie eine Antwort erhalten. Im Februar 2021 dann habe er gesehen, dass seine Stelle als Leiter ICT ausgeschrieben wurde. Mehr noch: Vor den Sommerferien habe man ihn vor die Tatsache gestllt, dass er ab dem 1. August 2021 technischer Informatiker-Supporter sei.

Kündigung aus Frust

Die Situation habe ihn psychisch und physisch immer mehr belastet. Drei Jahre vor seiner Pensionierung hat er die Konsequenzen gezogen und Ende September gekündigt. In einer Abschiedsmail an sämtliche Gossauer Lehrpersonen hat er die Schule Gossau als administrativ dominierten Wasserkopf betitelt. Auf seine Mail habe er sehr viele Reaktionen von Lehrpersonen erhalten. Viele seien unzufrieden, die Personalfluktiation hoch.

Schule plant Reorganisation

Wie Christoph Romer, Vizepräsident der Schulpflege und Mediensprecher der Schule Gossau ZH, gegenüber dem "Zürcher Oberländer" sagte, wisse man um die Kritik. Die Schule sei im Umbau und eine Reorganisation in Arbeit. Die Kündigung von Lehrpersonen und Schulleitern hätten aber nichts damit zu tun, sondern mit der Corona-Situation. Viele hätten keine Energie mehr, weiterzumachen.

Quelle: Beitrag auf züriost.ch vom 21.10.2021

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