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Wetzikon
11.09.2021

Westtangente: Stadtrat Wetzikon bedauert den Entscheid

Moorlandschaft bei Wetzikon hat Vorrang. (Symbolbild) Bild: Pro Natura Zürich
Die Westtangente Wetzikon ist im kantonalen Richtplan im Bereich Verkehr eingetragen. Aus verkehrs- und stadtplanerischer Sicht wäre sie eine sinnvolle und zweckmässige Ergänzung des kantonalen Strassennetzes in Wetzikon. Die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich wird das Projekt aus umweltrechtlicher Sicht nicht weiterverfolgen. Der Stadtrat Wetzikon bedauert diesen Entscheid und will sich in nächster Zeit mit dem weiteren Vorgehen befassen.

Wie die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich kommunizierte, wird das Projekt Westtangente in Wetzikon infolge unüberwindbarer rechtlicher Hindernisse durch den Kanton nicht weitergeführt (Zürioberland24 berichtete).

Beschluss nicht nachvollziehbar

Der Stadtrat Wetzikon nimmt diesen Entscheid mit Bedauern zur Kenntnis. «Aus verkehrs- und stadtplanerischer Sicht wäre die Westtangente eine sinnvolle und zweckmässige Ergänzung des kantonalen Strassennetzes in Wetzikon», schreibt er in seiner Medienmitteilung. «Mit der Westtangente
in Wetzikon hätte sowohl die Situation auf dem Staats- wie auch auf dem kommunalen Strassennetz verbessert werden können», sagt Stadtpräsident Ruedi Rüfenacht.

Ebenso hätte die Westtangente Spielraum für die Siedlungsentwicklung geboten und gezielte Lenkung und Steuerung des Verkehrs ermöglicht. Deshalb sei der Beschluss für den Stadtrat nicht nachvollziehbar.

 

Leistungsfähiges Verkehrssystem von zentraler Bedeutung

Ein leistungsfähiges Verkehrssystem sei für die Befriedigung persönlicher Mobilitätsbedürfnisse der Wetziker Bevölkerung und das Funktionieren der Wirtschaft von grosser Bedeutung. Deshalb werde sich der Stadtrat in nächster Zeit intensiv damit auseinandersetzen, wie es nach dem negativen Entscheid des Kantons weitergehen wird. Denn die Verkehrsbelastung in der Stadt Wetzikon sei weiterhin hoch und die Herausforderungen blieben bestehen.

Thema von hoher Priorität

Das Thema sei für den Stadtrat von hoher Priorität, und es sei ihm ein zentrales Anliegen, die Massnahmen zeitnah und für die Wetziker Bevölkerung  zufriedenstellend umzusetzen. So könne die Funktionalität des Strassennetzes beispielsweise mit punktuellen Massnahmen wie Lichtsignalanlagen zur Verkehrslenkung und Dosierung sowie verkehrsberuhigenden linearen Elementen zur Erhöhung der Siedlungsqualität aufrechterhalten und optimiert werden.

Der Stadtrat werde sich in nächster Zeit damit befassen, wie es nach dem Entscheid des Kantons in Bezug auf die Wetziker Verkehrssituation weitergehen wird. Ebenso stellte die zuständige Regierungsrätin Carmen Walker Späh in Aussicht, dass der Kanton in enger Zusammenarbeit mit der Stadt das weitere Vorgehen besprechen möchte. Der Stadtrat werde zu gegebener Zeit die weiteren Schritte kommunizieren.

 

zo24