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Dürnten
17.04.2021
17.04.2021 20:04 Uhr

Dürnten will Bestand an verwilderten Haustauben vermindern

Zum Abschuss freigegeben: Haustauben in Dürnten Bild: pixabay.com
Der Gemeinderat hat die Jagdgesellschaft Dürnten ermächtigt, den Bestand an verwilderten Haustauben durch Abschuss, Einfangen und Vernichten der Bruten zu vermindern.

Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 12. April 2021 die Jagdgesellschaft Dürnten ermächtigt, den Bestand an verwilderten Haustauben durch Abschuss, Ein-fangen und Vernichten der Bruten zu vermindern.

Der Beschluss liegt während der Rekursfrist in der Abteilung Schutz + Sicherheit zu den ordentlichen Bürozeiten zur Einsichtnahme auf und wird auf der Homepage www.duernten.ch veröffentlich. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Publikation an gerechnet, beim Statthalteramt, Untere Bahnhofstrasse 25A, 8340 Hinwil, schriftlich und be-gründet Rekurs erhoben werden.

Gemäss Aussagen des Obmanns der Jagdgesellschaft Dürnten, Urs Honegger, haben sich in den vergangenen Jahren auf dem Gemeindegebiet Dürnten vor allem in den Ortsteilen Dürnten und Tann verwilderte Haustauben extrem stark vermehrt. Tauben brüten einzeln in Nischen und Winkeln oder – wenn genügend Platz vorhanden ist wie zum Beispiel auf Dachböden – zu meh-reren in einem Raum. Ein Taubenpaar kann pro Jahr 10 – 12 Junge aufziehen. Infolge der Ver-schmutzung an Gebäuden und Sitzplätzen meldeten sich laut Gemeinde bereits einige Hauseigentümer und Liegenschaftenbesitzer. Auch für Landwirte stellt die Verkotung von Viehfutter offenbar ein Problem dar. Mitte März ersuchte die Jagdgesellschaft Dürnten darum die Gemeinde, die Bestände durch Abschuss, Einfangen oder Verniten der Bruten zu verringern.

Hygienische Probleme und Schäden

Die verwilderten Haustauben verursachen laut Mitteilung der Gemeinde Dürnten vor allem hygienische Probleme, ihre Kotablagerungen können zu grossen Schäden führen. Nachdem der Bestand an verwilderten Haustauben im ganzen Kanton trotz gelockerter Bejagungsvorschriften nicht abgenommen hat, wurde am 1. April 2017 den Gemeinden durch das Amt für Landschaft und Natur die Bewilligung zu deren Verminderung erteilt.

Die Gemeinde hat den Antrag der Jagdgesellschaft gutgeheissen. Die Abschüsse sowie das Einfangen und das nachträgliche Erlegen der Tauben sind unauffällig und ohne Belästigung der Einwohnerschaft durchzuführen. Beim Abschuss ist die Verwendung eines Kleinkalibergewehrs sowie einer künstlichen Lichtquelle gestattet. Erlegte Tauben sind im elektronischen Wildbuch einzutragen.

zo24