Ponti verpasst Medaille
Für Noè Ponti endet der Final über 50 m Schmetterling an den Schwimm-Europameisterschaften in Paris mit einer Enttäuschung. Der 25-jährige Tessiner, der für den Schwimmclub Uster startet, schlägt am Dienstagabend, 11. August, nach 22,91 Sekunden an und belegt den achten Rang.
Ponti verliert Schwimmbrille
Im Halbfinal hatte Ponti in 22,53 Sekunden überzeugt und seinen Schweizer Rekord von 22,51 Sekunden nur um zwei Hundertstelsekunden verpasst. Als Drittschnellster der Halbfinals war er mit guten Aussichten auf eine Medaille in den Endlauf gegangen. Beim Startsprung verliert Ponti jedoch seine Schwimmbrille. «Ich habe versucht, mein Bestes zu geben, aber natürlich mit offenen Augen unter Wasser – nur mit den Kontaktlinsen – ist das nicht gerade das Angenehmste auf der Welt», sagt Ponti nach dem Rennen.
Der Zwischenfall habe vor allem seine Konzentration beeinträchtigt. Körperlich habe er sich gut gefühlt. «Ich habe die Schwimmbrille verloren und dadurch vermutlich direkt nach dem Startsprung die Konzentration verloren.» Viel Zeit, dem verpassten Podest nachzutrauern, bleibt dem Ustermer Clubschwimmer nicht. «Aber so ist der Sport. Morgen steht schon der nächste Wettkampf an, also wird umgeblättert», sagt Ponti.
Mityukov nahe am Schweizer Rekord
Für einen erfolgreichen Schweizer Abschluss des Abends sorgen Roman Mityukov und Flavio Bucca über 200 m Rücken. Beide qualifizieren sich für den Final. Mityukov schlägt im Halbfinal nach 1:54,85 Minuten an. Damit bleibt der 26-jährige Genfer nur zwei Hundertstelsekunden über seinem eigenen Schweizer Rekord und zieht als Vierter in den Final ein.
Mit Paris verbindet Mityukov besondere Erinnerungen. Bei den Olympischen Spielen 2024 gewann er in der französischen Hauptstadt über 200 m Rücken die Bronzemedaille. Nun erhält er an gleicher Stätte eine weitere Chance auf internationales Edelmetall. Gemäss den Informationen von Medienkoordinatorin Regula Späni zeigte sich Mityukov mit seiner Leistung zufrieden, blieb mit Blick auf den Final jedoch zurückhaltend. «Morgen ist ein neuer Tag», lautet seine Devise. Die verbleibende Zeit will er vor allem zur Regeneration mit Kältebehandlung, Massage und möglichst viel Erholung nutzen.
Bucca steigert sich erneut
Auch Flavio Bucca zeigt in Paris einen starken Wettkampftag. Der 21-jährige Thurgauer hatte bereits am Morgen seine persönliche Bestzeit um sieben Zehntelsekunden auf 1:56,63 Minuten verbessert. Im Halbfinal legt Bucca nochmals deutlich nach. In 1:55,73 Minuten senkt er seine erst wenige Stunden alte Bestmarke um weitere neun Zehntelsekunden. Insgesamt verbessert er sich innerhalb eines Tages damit um 1,3 Sekunden.
«Ich muss das zuerst einmal realisieren», sagt Bucca nach dem Rennen. Trotz der starken Konkurrenz und Mityukov auf der Nebenbahn habe er sich auf sein eigenes Rennen konzentriert und versucht, die Strecke kontrolliert einzuteilen. Mit Rang sechs qualifiziert sich auch Bucca für den Endlauf. Damit stehen am Mittwochabend um 18.40 Uhr zwei Schweizer im Final über 200 m Rücken.