Was für eine Freude, wenn uns an einem lauen Sommerabend im Garten oder Park ein Igel begegnet, der geschäftig nach Leckerbissen sucht. Der Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) gehört gemäss Pro Natura zu den beliebtesten Wildtieren der Schweiz. «Niemand will ihm etwas Böses. Trotzdem findet der kleine Insektenfresser immer weniger geeigneten Lebensraum», schreibt die Naturschutz-Organisation in ihrer Mitteilung.
Die gute Nachricht: Man kann mit einfachen Massnahmen viel für den Igel tun. Igel leben heute hauptsächlich in Siedlungen. Je natürlicher und insektenfreundlicher Gärten und Grünanlagen sind, desto besser geht es den Igeln.
Menschen «anstascheln»
Mit dem Tier des Jahres 2026 will Pro Natura Privatpersonen und Behörden dazu «anstacheln», für mehr Natur im Siedlungsraum zu sorgen.
Igel brauchen ein dichtes Netz von Unterschlupfmöglichkeiten und ein reiches Nahrungsangebot an Insekten. Beides finden sie in weiten Teilen der landwirtschaftlich genutzten Gebiete kaum mehr, wie Pro Natura informiert. Deshalb lebe der stachelige Insektenfresser heute vor allem in locker überbauten Bereichen unserer Dörfer und Städte. «Seine Bestandsentwicklung macht allerdings Sorgen», so Pro Natura.
Seit 2022 ist der Igel auf der Roten Liste der Schweiz als «potenziell gefährdet» eingestuft. Wo Siedlungen verdichtet werden, können wertvolle Igel-Lebensräume verschwinden. Deshalb ruft Pro Natura mit dem Tier des Jahres 2026 dazu auf, Gärten, Grünanlagen, Friedhöfe und Parks igelfreundlich zu gestalten und zu pflegen.