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27.11.2025
27.11.2025 16:47 Uhr

Migros schliesst Outlet in Aathal

Das Migros Outlet in Aathal wird Anfang 2026 geschlossen. (Archivbild)
Das Migros Outlet in Aathal wird Anfang 2026 geschlossen. (Archivbild) Bild: Migros
Die Migros Zürich wird Anfang 2026 vier Outlets schliessen - auch in Aathal.

Wie Inside Paradeplatz am 26. November 2025 berichtet, werden Anfang 2026 vier Migros-Outlets der Genossenschaft Zürich geschlossen. Betroffen sind die Filialen in Aathal, Eglisau, Bachenbülach und Niederurnen. Ein Sprecher von Migros Zürich bestätigte: «Die Migros Outlets der Migros Zürich werden neu ausgerichtet, das führt Anfang 2026 zur Schliessung von 4 Standorten.» Aathal ist dabei der Standort, der besonders im Fokus der Kundschaft stand, da er erst vor wenigen Jahren eröffnet wurde.

Neuausrichtung des Outlet-Formats

Inside Paradeplatz zitiert den Sprecher weiter: «Das Format Migros Outlet wird künftig noch konsequenter darauf ausgerichtet, Near- und Non-Food-Waren aus dem Supermarkt zu liquidieren.» Die Outlets sollen vor allem Restposten aus Überbeständen und Produkte der M-Industrie abverkaufen. Ziel sei es, die Preis-Offensive der Discounter wie Lidl und Aldi zu berücksichtigen und gleichzeitig das Sortiment effizienter zu gestalten.

Auswirkungen auf Mitarbeitende

Die Schliessung betrifft insgesamt 24 Mitarbeitende. Laut Inside Paradeplatz sagte der Migros-Sprecher, dass allen Betroffenen Angebote zur Weiterbeschäftigung in anderen Migros-Supermärkten gemacht würden. Damit versucht die Genossenschaft, den Stellenabbau sozialverträglich zu gestalten.

Outlets in anderen Regionen bleiben bestehen

Gemäss Inside Paradeplatz werden die Veränderungen nur die Migros Zürich betreffen. Andere Migros-Genossenschaften betreiben ihre Outlets weiter oder bauen diese aus. So betreibt Migros Ostschweiz derzeit sieben Outlet-Standorte, darunter zwei neue auf ehemaligen Fachmarkt-Flächen. 

Strategischer Hintergrund

Inside Paradeplatz ordnet die Schliessung in ein grösseres Bild ein: Migros Zürich investierte in den letzten Jahren unter anderem in die deutsche Bio-Kette Tegut – ein Projekt, das laut Medienberichten rund 700 Millionen Franken kostete. Die Mittel, die in Tegut gebunden waren, stehen nun teilweise für Umbauten und strategische Anpassungen im Outlet- und Supermarktbereich nicht mehr zur Verfügung. Die Schliessung von Aathal und den weiteren Outlets ist daher Teil einer umfassenden Neuausrichtung der Zürcher Genossenschaft im Wettbewerb mit Coop, Lidl und Aldi.

Zürioberland24/gg
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