Die Situation an den internationalen Energiemärkten habe sich weiter entspannt, teilt die Stadt Wetzikon mit. «Zwar bestehen weiterhin geopolitische Unsicherheiten, dennoch wirken sich die Marktbedingungen günstig auf die Energiepreise aus.»
Die Stadtwerke senken daher die Energietarife über alle Kundensegmente hinweg um rund 23 Prozent, was einer durchschnittlichen Reduktion von etwa 4 Rappen pro Kilowattstunde entspricht.
Ein zusätzlicher Kostenvorteil entstehe durch den erstmaligen Bezug von Strom aus zwei Laufwasserkraftwerken an der Aare für das Tarifjahr 2026. Das abgeschlossene Power Purchase Agreement (PPA) mit zehnjähriger Laufzeit trage zukünftig zur Stabilisierung der Energiepreise bei. Gleichzeitig erfüllen die Stadtwerke damit die gesetzliche Vorgabe aus dem Mantelerlass, mindestens 20 Prozent des Strombedarfs aus Schweizer Energiequellen zu decken.
Neue Struktur bei den Netznutzungstarifen
«Trotz steigender Kosten für die Nutzung der vorgelagerten Netze (EKZ, Axpo, Swissgrid) bleiben die Tarife für die Nutzung des Netzes, dank sich stabilisierenden Kosten für den Betrieb des stadteigenen Netzes und leicht sinkenden Abgaben, weitgehend unverändert», so die Stadt weiter. Eine neue gesetzliche Anforderung aus dem Mantelerlass führe zu einer Umstrukturierung der Netztarife. «Die Messkosten werden ab nächstem Jahr mit einem Messtarif separat ausgewiesen.» Durch diese Entflechtung werde der Grundpreis neu einen Teil der Fixkosten für Verwaltung, Abrechnung und Kundenservice im Netzbereich tragen, während sich der verbrauchsabhängige Netztarifanteil entsprechend reduziere. «Für den preislichen Vorjahresvergleich ist der Messtarif allerdings bewusst noch nicht separat ausgewiesen, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten.»
Um die Versorgungssicherheit auch künftig zu gewährleisten, investierten die Stadtwerke kontinuierlich in den Ausbau und die Modernisierung ihres Verteilnetzes. «Der zunehmende Ausbau von Photovoltaik, der wachsende Anteil an Elektromobilität sowie neue Verbrauchsmodelle stellen höhere Anforderungen an Stabilität und Flexibilität und erfordern ein vorausschauen des und dynamisches Netzmanagement.»