Manch einer wird ihn schon gesehen haben, wenn er mit seinem E-Bike durchs Dorf flitzt. Bernhard Bereiter fährt täglich bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit mit dem Velo zur Arbeit nach Wetzikon. Er findet, das E-Bike sei ein «Win-win-win» im Gegensatz zum Auto: besser fürs Klima, für die Gesundheit und für das Portemonnaie und könnte manch ein Auto ersetzen.
Beitrag für die Umwelt
Der studierte Physiker ist bei der Firma Seitz-Valve in der Entwicklung von Hochdruckventilen für gasförmige Medien tätig und leistet mit seiner Firma einen Beitrag zur weltweiten Emissionsreduzierung. Bereiter hat sich schon immer für Umweltthemen interessiert, obwohl sich der gebürtige Grabser anfangs nicht für eine Studienrichtung entscheiden konnte. «Technik, Naturwissenschaften, aber auch Sport – ich hätte mir alles vorstellen können», sagt er. Schliesslich begann er ein Physikstudium an der Universität Bern, weil dort die meisten seiner Interessen zusammenkamen.
Von San Diego in die Antarktis
Für seine Doktorarbeit im Bereich Klimaforschung führte er zusammen mit anderen Forschenden CO2-Messungen an einem drei Kilometer langen Eisbohrkern durch, analysierte die Daten und baute eine Anlage für eine effizientere Messung.
Kurz danach konnte er für eine «Postdoc»-Anstellung nach San Diego (USA) an die Scripps Institution of Oceanography, «den wohl schönsten Arbeitsort der Welt», wie er sagt, wo er sich ebenfalls mit Eisbohrkernen beschäftigte und für die Messungen von Krypton/Xenon eine Anlage baute. «Diese Messungen verschafften uns neue Einblicke in die Ozeantemperatur der letzten 20 000 Jahre und wurden in der Fachzeitschrift ‹Nature› veröffentlicht.»
Zur Arbeit am «Scripps» gehörte eine Reise in die Antarktis, um weitere Eiskernbohrungen vorzunehmen. «Die Reise ging über Neuseeland, wo wir erstes Material fassten, medizinische Abklärungen vornahmen und schliesslich mit einem Frachtflieger der US-Airforce auf die Forschungsstation McMurdo geflogen wurden.»