Die Spitalbetreiberin Gesundheitsversorgung Zürcher Oberland (GZO) AG hatte den Rückzug der Steiner AG am Dienstagabend in einer kurzen Medienmitteilung ohne Angaben von Gründen bekanntgegeben (wir berichteten).
Auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA hält die Generalunternehmerin Steiner AG fest, dass sie angesichts der Situation gezwungen gewesen sei, von ihrem Recht Gebrauch zu machen, vom Vertrag zurückzutreten.
Baustelle wird jetzt gesichert
Das Bauvorhaben ist gemäss Spitalangaben derzeit zu 70 Prozent realisiert. Wie es nun mit dem Neu- und Erweiterungsbau weitergeht, ist unklar. Die GZO AG konnte am Mittwoch keine weiteren Informationen geben: «Wir sind noch mitten im Prozess.» Am Dienstagabend hatte sie angekündigt, das weitere Vorgehen zu prüfen und eine «geordnete Projektübergabe» anzustreben.
Noch herrscht auf der Baustelle ein gewisser Betrieb: Sie werde gerade gesichert und dokumentiert, heisst es seitens der Steiner AG. «Die eigentlichen Arbeiten werden aber nicht fortgesetzt.»
Die Generalunternehmerin zeigt sich gemäss eigenen Aussagen trotz Vertragsauflösung gewillt, das Spital weiter zu unterstützen. So verweist die Steiner AG etwa auf ihr grosses Netzwerk, das bei der Investorensuche behilflich sein könnte. Sie könne als Immobilien-Entwicklerin auch Lösungsansätze für alternative Nutzungen oder Optionen für Desinvestitionen offerieren.