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11.05.2022
11.05.2022 15:11 Uhr

Projekt «Fernwärme Zürcher Oberland» in Arbeit

Das Projekt will prüfen, wie die Fernwärme aus der Kehrichtverwertung Zürcher Oberland (KEZO) genutzt werden kann. (Symbolbild) Bild: sgsw
Sieben Gemeinden im Zürcher Oberland prüfen in einem gemeinsamen Projekt, wie sie Fernwärme aus der Kehrichtverwertung Zürcher Oberland (KEZO) nutzen können. Zurzeit werden die Machbarkeit und eine mögliche Trägerschaft für das Vorhaben abgeklärt. Ziel der Gemeinden ist es, eine langfristige ökologische Wärmeversorgung aus einer regionalen Energiequelle sicherzustellen.

Im November 2021 hat die Stimmbevölkerung des Kantons Zürich die Revision des kantonalen Energiegesetzes angenommen. Das Gesetz verlangt unter anderem den Ersatz von Öl- und Gasheizungen am Ende ihrer Lebensdauer durch umweltfreundliche Heizlösungen.

Vor diesem Hintergrund prüfen die Zürcher Oberländer Gemeinden und Städte Bubikon, Dürnten, Hinwil, Pfäffikon, Rüti, Uster (vertreten durch Energie Uster) und Wetzikon zurzeit gemeinsam mit der KEZO Hinwil, ob und wie sie Fernwärme aus der Kehrichtverwertungsanlage künftig nutzen können.

Weichen stellen für ökologische Wärmeversorgung

Das Projekt läuft zurzeit unter dem Arbeitstitel «Fernwärme Zürcher Oberland». Das Ziel sei, die Weichen für eine langfristige ökologische Wärmeversorgung in der Region zu stellen, schreibt die Projektkoordination der Stadtverwaltung Wetzikon.

Auftrag aus der Bevölkerung

Der Zeitpunkt für ein solches Vorhaben sei nicht nur wegen des revidierten kantonalen Energiegesetzes optimal. Die Stimmberechtigten der Stadt Wetzikon befürworteten Ende 2020 eine Vorlage, mit welcher der Stadtrat beauftragt wurde, einen Umsetzungsvorschlag für die Fernwärmenutzung zu erarbeiten.

Das sind die teilnehmenden Gemeinden im Projekt "Fernwärme Zürcher Oberland". Bild: zvg

KEZO Lieferantin, aber nicht Betreiberin

Parallel dazu plane die KEZO in ihrem Projekt «KEZO 2028» einen Ersatzneubau ihrer Anlage. Trotz der Reduktion ihrer Verbrennungskapazität werde die KEZO künftig in der Lage sein, deutlich mehr Fern- und Abwärme als heute zu liefern, so die Mitteilung weiter. Gemäss heutigem Planungsstand wird die KEZO als Lieferantin von Fernwärme zur Verfügung stehen, nicht aber als Betreiberin eines entsprechenden Versorgungsnetzes.

Machbarkeits- und Trägerschaftsstudien in Arbeit

Der Betrieb eines Versorgungsnetzes käme den Gemeinden und Städten zu, so die Mitteilung weiter. In welcher Form dieser Betrieb sein könnte, werde zurzeit erarbeitet. Die Möglichkeiten reichen vom einem eigenständigen Bau und Betrieb eines Netzes bis hin zur Gründung einer neuen Trägerschaft, die sich im Besitz der Gemeinden befinden und diese Aufgabe übernehmen würde, so die Projektkoordinationsstelle.

Gleichzeitig kläre eine Machbarkeitsstudie ab, wie hoch der Fernwärmebedarf in den Gemeinden ist, wie das Versorgungskonzept und dessen technische Machbarkeit aussehen können und wie Investitionskosten, Wirtschaftlichkeit und Tarifmodell ineinandergreifen. Ausserdem werde der
Terminplan für den weiteren Verlauf des Projekts erarbeitet, abgestimmt auf den Zeitplan des Projekts «KEZO 2028».

Die Studien seien demnächst abgeschlossen und werden anschliessend von den beteiligten Gemeinden und der KEZO Hinwil geprüft. Die Bevölkerung werde voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2022 über den weiteren Verlauf des Projekts informiert.

Projektkoordinatorin Fernwärme Zürcher Oberland/Zürioberland24