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Kanton
19.11.2021
19.11.2021 16:19 Uhr

Fahrzeugkontrollen: Abgelenkt durchs Handy

Nicht nur gefährlich, sondern auch verboten: SMS schreiben während dem Fahren. Bild: Adobe Stock
Vom 18. Oktober bis 7. November 2021 haben die Kantonspolizei Zürich und verschiedene Kommunal-Polizeien eine Schwerpunktaktion zum Thema Ablenkung sowie der Einhaltung des Abstandes durchgeführt. Über 20 Prozent der kontrollierten Lenker waren mit anderen Tätigkeiten beschäftigt.

In diesen rund drei Wochen wurden laut Kantonspolizei Zürich im Kanton Zürich insgesamt über 200 Fahrzeuge angehalten. 44 Lenkende waren während der Fahrt mit anderen Tätigkeiten, wie z.B. Lesen oder Senden von SMS, Bedienen des Navigationsgerätes, Essen usw. beschäftigt und sind deshalb verzeigt worden. Zudem telefonierten 156 Fahrzeuglenkende ohne Freisprechanlage; ihnen wurde eine Ordnungsbusse ausgehändigt.

Fehlbares Fahrverhalten

Weitere 16 Fahrzeuglenkende erhielten Ordnungsbussen wegen Missachtung des Rechtsfahrgebots (ständiges Linksfahren auf einer Autobahn). Zwei Autofahrer mussten wegen desselben Tatbestandes zur Anzeige gebracht werden. 8 Autofahrende wurden wegen ungenügendem Abstand beim Hintereinanderfahren auf einer Autobahn angezeigt. Weitere fünf Lenkende wurden wegen Rechtsüberholens zur Rechenschaft gezogen.

Augen auf die Strasse!

Beim Handy am Steuer ist Vorsicht geboten. Die Ablenkung führt schnell zu einem Unfall. Aber auch ohne Unfall können telefonieren und das Schreiben von Nachrichten hohe Bussen, Führerausweisentzug oder gar eine Freiheitsstrafe zur Folge haben.

  • Wer während der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung telefoniert, wird mit einer Busse von 100 CHF gebüsst. Telefonieren am Steuer oder das Bedienen von Kommunikations- und Informationssystemen kann je nach Fall zu einem Entzug des Führerausweises, hohen Bussen oder zu einer Freiheitsstrafe führen.
  • Telefonieren während der Fahrt ohne Freisprechanlage hat bei Unfällen auch schon zu Leistungskürzungen der Unfallversicherung wegen Grobfahrlässigkeit geführt.
  • Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer müssen ihr Fahrzeug ständig so beherrschen, dass sie ihren Vorsichtspflichten nachkommen können. Die Verkehrsregelnverordnung beschreibt dies wie folgt: «Der Fahrzeugführer muss seine Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr zuwenden. Er darf beim Fahren keine Verrichtung vornehmen, welche die Bedienung des Fahrzeugs erschwert. Er hat ferner dafür zu sorgen, dass seine Aufmerksamkeit insbesondere durch Tonwiedergabegeräte sowie Kommunikations- und Informationssysteme nicht beeinträchtigt wird».

Quelle: bfu.ch

Zürioberland24