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Gossau ZH
03.11.2021
25.11.2021 09:20 Uhr

Die strahlende Zahn-Tante von Gossau ZH

Im Dorf engagiert: Andrea Krebser aus Herschmettlen. Bild: Barbara Tudor
Andrea Krebser lebt seit 13 Jahren in Herschmettlen (Gemeinde Gossau ZH). Die dreifache Mutter ist nicht nur Berufs- und Hausfrau und in Vereinen aktiv. Sie setzt sich als «Zahn-Tante» auch für gesunde Zähne an der Gossauer Schule ein.

Andrea Krebser ist in Dietikon aufgewachsen und hatte einige Zeit im Zürcher Oberland gelebt, bevor sie 2007 mit ihrem Mann Christoph nach Gossau ZH gekommen und wenig später in dessen Elternhaus in Herschmettlen gezogen ist. Seither engagiert sich die gelernte Zahnarztgehilfin und ausgebildete Dentalhygienikerin auf verschiedene Weise in der Gemeinde.

Hochschwanger ein Adventsfenster dekoriert

Zu ihrer ersten Aufgabe in der Wacht kam Andrea Krebser kurz nach ihrem Zuzug. Sie erinnert sich gut daran: «Ich stand hochschwanger in der Herschmettler "Chäsi", als mich eine Dorfbewohnerin ansprach.» Ob sie auch ein Adventsfenster dekoriere, wollte diese wissen. «Als Neuzuzüglerin konnte ich ja schlecht Nein sagen», lacht die aufgestellte Frau.

Frauenverein, Elternrat, Hornusser-Mami

Bei der Advents-Deko ist es nicht geblieben. Wie vor ihr schon ihre Schwiegermutter und deren Mutter, ist Andrea seit zehn Jahren im Herschmettler Frauenverein tätig, der neben eigenen Anlässen für Jung und Alt auch bei Veranstaltungen wie dem «Nachtheuelfest» mit anpackt. Seit 2014 präsidiert sie den Verein. Nebst ihrem Teilzeitjob als Dentalhygienikerin und ihrer Arbeit im Frauenverein hilft Andrea auch im Herschmettler Elternrat mit und engagiert sich bei den Hornussern, wo ihre drei Söhne spielen.

Durch Zufall zum Zahn-Job

Zur Stelle als «Zahn-Tante» sei sie durch Zufall gekommen, erzählt Andrea. Eine Bekannte habe sie auf die offene Stelle an der Schule Gossau ZH aufmerksam gemacht. Als Krebser dort anrief und die Schule ein Bewerbungsdossier verlangte,kam sie kurz ins Schwitzen: «Mein Beruf ist gefragt. Ich musste seit meiner Lehre keine Bewerbung mehr schreiben», lacht Andrea herzhaft. Nach dem Bewerbungsgespräch mit Unterlagen kam kurz darauf die Zusage. Krebser absolvierte 2018 den obligatorischen Kurs der Stiftung für Schulzahnpflege-Instruktorinnen (SZPI) und arbeitet seither auch als «Zahn-Tante» ab der Mittelstufe.

Freude am Kontakt mit Kindern und Jugendlichen

Andrea Krebser bringt den Kindern nicht nur gerne das Zähneputzen und den Sinn dahinter näher. Sie freut sich auch immer auf den  abwechslungsreichen Kontakt mit ihnen. «Ich treffe die meisten im Laufe ihrer Schulzeit mehrmals. Es ist spannend, ihre Entwicklung zu sehen und ihre Fragen rund ums Zähneputzen zu beantworten.» Denn diese würden sich mit dem Älterwerden ändern. Während in der Primarschule das «Fluorid-Ei» Spass macht oder das Tablettli, das die Zähne rot färbt, geht Krebser bei den Jugendlichen in der Oberstufe eher auf Themen wie  Bleaching oder richtige Mundhygiene bei Zungen-Piercings ein. An ihrer Arbeit schätze sie zudem die flexible Arbeitseinteilung und die gute Zusammenarbeit mit der Schule und dem Lehrpersonal.

Eine gute Seele kennengelernt

Wieder habe ich einen interessanten Menschen getroffen. Ich bin beeindruckt von der engagierten, liebenswerten Frau, die nicht nur von Berufs wegen ein strahlend schönes Lächeln hat. Wenn Andrea Krebser lacht, geht die Sonne auf.

Danke für den Einblick in deinen Alltag, liebe Andrea, und weiterhin viel Freude bei allem, was du anpackst!

Barbara Tudor