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08.09.2021

Bundesrat weitet Zertifikatspflicht ab Montag aus

An verschiedenen Orten wie Restaurants oder Fitnessstudios und für Veranstaltungen braucht es jetzt ein Zertifikat. Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY
Wer ab Montag ein Restaurant oder ein Fitnesscenter betreten oder an Veranstaltungen im Innern teilnehmen möchte, muss ein Covid-Zertifikat vorweisen. Die Kantone oder die Hochschulen können zudem eine Zertifikatspflicht für den Studienbetrieb auf Bachelor- und Masterstufe vorschreiben. Verstösse können geahndet werden.

Ab Montag muss für Restaurants (Innenräume), Bars, Konzerte, Theater, Kinos, Sportanlässe, Kletterhallen, Aquaparks, Billardhallen, Casinos, Hochzeiten, Museen, Bibliotheken, Zoos, Fitnesszentren und Hallenbäder ein Covid-Zertifikat vorgewiesen werden (geimpft, getestet oder genesen). Dafür dentfallen an Orten und Veranstaltungen mit Zertifikatspflicht alle anderen Schutzmassnahmen wie etwa die Maskenpflicht. Wer als Privatperson gegen die neuen Regeln verstösst, kann mit hundert Franken gebüsst werden. 

Laut Bundespräsident Guy Parmelin bedeutet die Ausweitung der Zertifikatspflicht keinen indirekten Impfzwang. «Das Covid-Zertifikat steht allen offen - auch Personen, die sich testen lassen.» Den Einsatz des Zertifikats auszudehnen, sei der effizienteste Weg zur Bewältigung der Corona-Krise, hielt Wirtschaftsminister Parmelin heuteh vor den Medien in Bern fest. «Wir verhindern damit eine weitere Schliessung von Betrieben und Aktivitäten.» 

Reisen

Der Bundesrat will die Reiseregeln deutlich verschärfen. Wer nicht geimpft oder genesen ist, soll nur noch mit einem negativen PCR-Test in die Schweiz einreisen dürfen. Danach soll entweder nach vier bis sieben Tagen ein zweiter PCR-Test folgen oder eine Quarantäne von einer Dauer von mindestens sieben Tagen. Die Vorgaben gelten für alle Verkehrsmittel - sogar für eine Einreise zu Fuss. Die Konsultation dauert bis zum 14. September. Eingeführt werden sollen die neuen Vorgaben auf den 20. September.

Mehr Fälle

Schweizweit beträgt die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern heute Mittwoch 78,7 Prozent, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte. 33,3 Prozent der verfügbaren Betten waren mit Covid-19-Patienten besetzt. 179 Betten sind noch frei. Düster sieht es vor allem in den Kantonen Thurgau, Zug und Glarus aus: Dort sind alle Intensivbetten belegt. 

Innerhalb von 24 Stunden waren dem BAG heute 3'550 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das Bundesamt 7 neue Todesfälle und 53 Spitaleinweisungen. Vor einer Woche waren es noch 3'202 neue Corona-Ansteckungen, 3 Todesfälle und 84 Hospitalisierungen gewesen.

Redaktion March24 & Höfe24 /sda