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Kulinarik
18.05.2021

Hopfen und Malz – Gott erhalts

Bild: Martina Gradmann
Mit einem Cüpli oder einem Glas Weisswein kann man mich nicht wirklich beglücken. Viel lieber ist mir feines, frisch gezapftes Bier...

Ja, ich gebe es zu, ich bin ein Bierfan. Das heisst aber nicht, dass ich von der Bierbrauerindustrie gesponsert wäre oder dass ich den Gerstensaft in rauen Mengen in mich hineinleere. Und auch mein Bäuchlein kommt nicht vom Bier, sondern ist eine Erinnerung an zwei schöne Schwangerschaften. Wieso gerade Bier? Weil ich gemerkt habe, das es mir einfach besser tut als die Säure im Cüpli oder im Weisswein. Weil ich am Bartresen lieber aus einem handlichen Glas oder einer Flasche trinke als aus einem gestylten Cüpliglas.

Handwerkskunst und Brauereigeschichten

Ich liebe Bier, weil das Bierbrauen eine Handwerkskunst ist, die mich fasziniert und eine lange Tradition hat. Bier wurde hierzulande schon gebraut, als noch keiner eine Ahnung von Vinifizierung hatte. Die Vielfalt reicht vom Mais-, Roggen-, oder Weizenbier bis zum Amber- oder Schwarzbier. Über 1'000 Sorten gibt es mittlerweile in der Schweiz. Das heisst aber nicht, dass ich nicht auch ein schönes Glas Wein schätze, vor allem zum Essen. Habe ich aber die Wahl, zum Aperitif ein Glas Wein oder eines dieser unfiltrierten, mild gehopften Sommerbiere zu trinken, muss ich nicht lange überlegen.

Nebst der Vielseitigkeit liebe ich auch die Geschichten rund ums Bier. Weil Bierbrauer meist sehr lebensbejahende, bodenständige Gesellen sind, die – wie die Winzer auch – mehr als nur ein Getränk herstellen.

Martina Gradmann