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Wetzikon
05.10.2022

Umsetzungsvorschlag zum Gegenvorschlag der Fernwärme-Initiative geht ans Parlament

Umsetzungsvorschlag zum Gegenvorschlag der Fernwärme-Initiative ist ausgearbeitet. Bild: Gemeinde Wetzikon
Der Stadtrat Wetzikon hat einen Umsetzungsvorschlag zum Gegenvorschlag der Fernwärme-Initiative ausgearbeitet. Diesem Gegenvorschlag hat die Wetziker Stimmbevölkerung im November 2020 an der Urne zugestimmt. Künftig soll für die Wärmeversorgung in Wetzikon massgeblich die Abwärme der KEZO und der ARA genutzt werden. Antrag und Weisung gehen zur Beschlussfassung ans Parlament.

Die Wetziker Stimmberechtigten nahmen im November 2020 den Gegenvorschlag der Fernwärme-Initiative mit über 84 % deutlich an.

Technisch machbar

Der Stadtrat wurde beauftragt, einen Umsetzungsvorschlag zu erarbeiten, wie die künftige Wärme- und Kälteversorgung in Wetzikon aussehen soll. Die vertieften Abklärungen hätten aufgezeigt, dass eine wirtschaftlich konkurrenzfähige Wärmeversorgung mit der Abwärme der Kehrichtverwertungsanlage Zürcher Oberland KEZO technisch machbar sei. Als Grundlage für den Umsetzungsvorschlag wurde der Energieplan der Stadt Wetzikon überarbeitet, indem neu grosse Gebiete der Stadt für die Versorgung mit Fernwärme aus der KEZO und aus der ARA vorgesehen sind. 

Erneuerbare Energie aus der Region

«Mit dem Umsetzungsvorschlag können wir die Versorgungssicherheit massiv erhöhen, weil wir für die Wärmeversorgung nicht mehr von ausländischen Öl- und Gaslieferungen abhängig sind, sondern die Wärme nutzen, welche durch die Verbrennung des Abfalls aus der Region sowieso anfällt. Mit der Fernwärme wird eine hohe Preisstabilität für die Wärme erreicht und die grossen Preisschwankungen, wie wir sie zurzeit erleben, können vermieden werden», sagt Heinrich Vettiger, Stadtrat Tiefbau, Umwelt + Energie

Das grösste Risiko für die Fernwärmeversorgung bestehe in einem verzögerten Aufbau in den geplanten Versorgungsgebieten.

Bei den Liegenschaftenbesitzerinnen und -besitzern bestehe ein hohes Interesse an der Wärmeversorgung mit Fernwärme aus der Region, welche sicher und wenig preissensitiv ist im Vergleich mit allen Alternativen und mit welcher die neuen Vorschriften zum Heizungsersatz des Zürcher Energiegesetzes erfüllt werden können.

Antrag und Weisung des Stadtrats gehen zur Beschlussfassung ans Parlament. Stimmt dieses dem Antrag zu, wird die Wetziker Stimmbevölkerung voraussichtlich 2023 an der Urne über die finale Umsetzung abstimmen.

ARA-Fernwärme ist Teil der Umsetzung

Kürzlich hat der Stadtrat über den ARA-Wärmeverbund kommuniziert und den Antrag für den Baukredit zuhanden des Parlaments und Urne verabschiedet. Dieses Projekt ist ebenfalls Teil der Fernwärme-Strategie der Stadt Wetzikon. Gemäss der Machbarkeitsstudie, die für die Umsetzung der Fernwärmeversorgung ab der KEZO getätigt wurde, ist es möglich, die beiden Fernwärmesysteme aus KEZO und ARA zu verbinden und in Zukunft die erneuerbare Wärmeversorgung der Stadt mit beiden Quellen sicherzustellen.

Absichtserklärung zum Fernwärmeausbau in Wetzikon

Die Herausforderungen für den Aufbau einer Fernwärmeversorgung in weiten Gebieten der Stadt Wetzikon seien organisatorisch, technisch und finanziell sehr gross. Der Erfolg dieses Mehrgenerationenprojekts hänge im Wesentlichen von einer schnellen und professionellen Einführung des Fernwärmebetriebs ab.

Der Stadtrat hat deshalb mit der Energie 360° AG eine Absichtserklärung für den gemeinsamen Aufbau der Fernwärme in Wetzikon unterzeichnet.

Zürioberland24