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Natur & Umwelt
30.08.2022
30.08.2022 14:51 Uhr

10 Kuhfakten, die überraschen

Die Kuh überrascht mit vielen eindrücklichen Eigenschaften. Bild: Swissmilk
Hast du gewusst, dass Kühe vier Mägen haben und die Farbe Rot nicht gut sehen können? Diese und weitere spannende Fakten hat Swissmilk zusammengetragen.

1. Kühe haben 4 Mägen

Die vier Mägen brauchen Kühe vor allem, um ihre schwer verdauliche Leibspeise Gras zu verarbeiten. Der zweite Magen (Netzmagen) arbeitet wie ein Trichter: Er erkennt zu grosse Grasbüschel und schickt sie zurück ins Maul. Die Kuh muss diese dann noch mal fleissig zerkauen und zerkleinern, das sogenannte Wiederkäuen. Die Verdauung dauert mehrere Tage. So verwandeln die Kühe das für uns ungeniessbare Gras in für den Menschen wertvolle Nährstoffe.

2. Kühe verbringen täglich 5–8 Stunden mit Wiederkäuen

Mit dem Wiederkäuen ist eine Kuh täglich stolze 5 bis 8 Stunden beschäftigt. Oder in Kaubewegungen umgerechnet: 30'000 Kaubewegungen machen Kühe am Tag und produzieren bis zu 200 Liter Speichel. Zum Vergleich: Der menschliche Körper bildet etwa 0,5 bis 1,5 Liter Speichel pro Tag.

Kühe haben vier Mägen, um das gefressene Gras verdauen zu können. Bild: swissmilk.ch

3. Kühe haben super Sinne, können aber eine Farbe schlecht sehen

Milchkühe haben die besseren Sinne als wir Menschen. Kühe können zum Beispiel Gerüche bis zu 10 km entfernt wahrnehmen, sie hören im tief- und hochfrequenten Bereich besser als wir und sie haben ein Sehfeld von 330°, also einen fast vollständigen Rundumblick. Einzig bei der Farbe Rot hapert es, die können Kühe nicht gut sehen.

4. Kühe sind auffällig unterschiedlich

Unterschiedliche Grössen, Fellmuster und -farbe – schon auf ein und derselben Kuhweide kann es ganz schön divers zugehen. Braunvieh z. B. hat die typisch braune Fellfarbe, dazu ein hellumrandetes schwarzes Maul. Holstein-Kühe wie die Swissmilk-Kuh «Lovely» haben die typische schwarz-weisse bzw. Red-Holstein-Kühe eine rot-weisse Färbung.

Oder das Gewicht: Klein sind z. B. Jersey-Kühe. Sie bringen im Durchschnitt gerade einmal 470 kg auf die Waage, leichte Exemplare sogar nur 350 kg. Zum Vergleich: Die grösste Schweizer Milchkuhrasse, die Holstein-Kuh, wiegt bis zu 750 kg, also doppelt so viel wie leichte Jersey-Kühe. Färbung, Grösse, Wesen – jede Kuh ist also einmalig.

5. Kühe machen Nährstoffe für uns zugänglich

Kühe fressen Riesenmengen an nährstoffreichem Wiesenfutter, bis zu 80 kg täglich. Für uns Menschen wäre das nicht verdaubar – logisch, wir haben eben nicht vier Mägen. Wir können aber dank der Kuh trotzdem von den Nährstoffen der Wiese profitieren. Denn am Ende ihrer Verdauung steht – natürlich – die Milch.

Mit ihrem Milchfett, Milchzucker, den Proteinen, Vitaminen und Mineralien ist Milch für uns Menschen eine wertvolle Nahrungsgrundlage. Ein Beispiel: Aus einem halben Hektar Wiese, den die Kuh frisst, entstehen 38 kg Butter oder 500 kg Appenzellerkäse, die wir nachher einfach nur geniessen dürfen.

6. In der Schweiz hat jede Kuh einen Namen

In der Schweiz hat jede Kuh einen Namen, was längst nicht in allen Ländern normal ist. Ein Schweizer Milchbetrieb hat durchschnittlich 27 Milchkühe.

Im Jahr 2020 hat es "Corona" bei den Deutschschweizer Kuhkälbern ganz nach oben in die Namens-Hitparade geschafft. 2021 ging's da schon wieder klassischer zu. Klassischer soll heissen: Eigentlich liest sich die Kuhnamen-Hitparade ähnlich wie die jährliche Babynamen-Hitparade. Durchaus möglich also, dass auch du deinen Namen auf den vorderen Plätzen wiederfindest. Hier die Top 5 für beide Geschlechter (2021):

Kuhkälber/Stierkälber:

  • Bella/Max
  • Fiona/Leo
  • Nina/Bruno
  • Sina/Emil
  • Anna/Anton

Für alle, die es ganz genau wissen wollen: Identitas führt laufend eine Liste über die Namen.

In der Schweiz trägt jede Kuh einen Namen. Bild: swissmilk.ch

7. Kühe betreiben Landschaftspflege

Grasende Kühe erzeugen beim Weiden bestimmte Muster in der Vegetationsstruktur, die den Lebensraum von vielen Insekten und Pflanzen prägen. Ohne die Kühe würden die offenen Grünlandflächen zuwachsen bzw. verbuschen. Und so eine Verbuschung wiederum gefährdet die Biodiversität im Alpgebiet und würde im Talgebiet die Nahrungsmittelproduktion auf diesen Flächen unmöglich machen.

> mehr Infos über Kühe & Biodiversität

8. Kühe haben grossen Durst

Milchkühe trinken bis zu 100 Liter täglich! Also fast den Inhalt einer Badewanne. An heissen Sommertagen sogar locker das Doppelte. In der Schweiz regnet es so viel, dass 98% der landwirtschaftlich genutzten Flächen ausschliesslich mit Regenwasser bewässert werden können. Insgesamt werden nur 8% des Frischwassers für die Landwirtschaft verwendet.

Kühe frieren nicht so schnell. Ihre Wohlfühl-Temperatur liegt bei 0–15 Grad. Bild: swissmilk.ch

9. Schweizer Kühe haben viel Auslauf

Schweizer Kühe haben im Sommer 26 Tage Weidegang pro Monat. Im Winter sind es 13 Tage. Diese Anzahl an Tagen legt übrigens nicht jede Bäuerin und jeder Bauer nach Lust und Laune fest: Sie ist festgeschrieben im sogenannten "RAUS"-Programm. Das steht für "Regelmässiger Auslauf der Tiere im Freien".

10. Kühe frieren nicht

Also zumindest nicht so schnell. Kühe frieren nicht im Winter, im Gegenteil. Ihre Wohlfühltemperatur liegt sogar bei 0 bis 15 Grad.

Quelle: www.swissmilk.ch

Swissmilk/Zürioberland24