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Kanton
02.08.2022

Regierungsrätin Rickli: «Die Rundumbetreuung muss vorbei sein»

«Wir können den Kopf in den Sand stecken, oder wir machen es wie unsere Vorfahren und bringen das Land vorwärts»: Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) erwähnte in ihrer Rede auch die Energiekrise. (Archivbild) Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX
«Was die Pandemie betrifft, haben wir das Schlimmste überstanden», hat sich Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) in ihrer Rede zum 1. August überzeugt gezeigt. Das Virus sei noch da, aber habe den Schrecken verloren. «Wir lernen, mit ihm zu leben.»

Trotz der jüngsten Entwicklung, einem erneuten Anstieg der Fallzahlen, und einer möglichen Verschärfung der Situation im Herbst sei sie überzeugt: «Das Schlimmste haben wir überstanden», sagte sie in ihren Reden in Oberengstringen, Kleinandelfingen und Regensdorf.

Das bedeute auch, dass die Rundumbetreuung durch den Staat vorbei sein müsse. In den vergangenen zwei Jahren habe der Staat stark in unser Leben eingegriffen. Es gebe Zeiten und Themen, bei denen es den Staat brauche. «Für uns alle steht jetzt aber wieder die Eigenverantwortung im Zentrum.»

«Wir entscheiden selber, ob wir Maske tragen»

Wer sich krank fühle, bleibe zuhause. Wer Symptome habe und die Hausmittel nützten nichts, gehe zur Hausärztin oder zum Hausarzt. «Wir entscheiden selber, ob wir im Bus oder in einer Menschenmenge eine Maske tragen wollen.»

Der Staat solle sich nun wieder auf seinen Kernauftrag beschränken und für Freiheit und Sicherheit sorgen. Leider seien die Zeiten auch in dieser Hinsicht unsicher. Wegen des verheerenden Krieges in der Ukraine müssten wir sogar damit rechnen, dass wir im Winter zu wenig Strom und Gas haben, um unsere Stube zu heizen.

Was die Versorgungssicherheit mit Energie betreffe, müssten alle nun die ideologischen Scheuklappen abwerfen. «Wir müssen alles unternehmen, um einen Blackout zu verhindern.»

«Ausbau der Solarenergie vorantreiben»

Für Rickli heisst das, die bisherige Stromversorgung nicht fahrlässig aufs Spiel zu setzen und gleichzeitig den Ausbau der Wasserkraft und der Solarenergie voranzutreiben. Dieser Ausbau dürfe zudem nicht durch unnötige Einsprachen verhindert werden.

«Wir könnten jetzt resignieren und den Kopf in den Sand stecken», sagte Rickli. Oder man wähle den Weg der Vorfahren. Gerade in schwierigen Zeiten sei es ihnen immer wieder gelungen, die Schweiz voranzubringen. «Gerade jetzt gibt es für mich keinen besseren Ort zu leben, als die Schweiz und den Kanton Zürich.»

Keystone-SDA