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Lifestyle
27.01.2022
27.01.2022 13:05 Uhr

Konzentriertes Arbeiten im Homeoffice mit Feng Shui

Beim Arbeiten zu Hause sollte man einiges beachten. Bild: Adobe Stock
Viele Menschen arbeiten aktuell von zu Hause aus. Etliche Stunden verbringen sie am Küchen- oder Bürotisch. Damit die Arbeit zu Hause Freude macht und nicht zur Belastung für sich und die Mitbewohner wird, lohnt es sich, ein paar Aspekte von Feng Shui zu beachten.

Gastbeitrag von Barbara C. Tudor*

Aufgrund der Pandemie haben viele – gewollt oder ungewollt – ihren Arbeitsplatz nach Hause verlegt. Glück hat, wem dafür ein separate Raum zur Verfügung steht, der bereits als Büro eingerichtet ist oder mit wenig Aufwand angepasst werden kann.

Wer jedoch aus Platzgründen am Küchen- oder Esstisch arbeiten muss, erlebt unweigerlich Einschränkungen in seinem privaten Wohnumfeld und in gewisser Weise auch einen Einschnitt in die Privatsphäre. Mit der Hilfe von Feng Shui kann man dafür sorgen, dass das Arbeiten zu Hause gelingt und die zwischenmenschlichen Beziehungen nicht unnötig belastet werden.

Den geeigneten Platz finden

Am Anfang stellt sich die Frage: Wo richte ich meinen Arbeitsplatz am besten ein? Nun, hierfür eignet sich ein separater Raum natürlich am besten, um den Feierabend mit dem bewussten Schliessen der Türe symbolisch einzuläuten. Das kann ein bereits vorhandenes Büro oder zum Beispiel ein Gästezimmer sein. Gerade in der aktuell von Rückzug und Isolation geprägten Zeit ist eine Aussenanbindung mit Tageslicht, z.B. über ein Fenster oder eine Balkontüre, äusserst wichtig. So bleiben wir energetisch mit der Aussenwelt verbunden. Ein geschlossener Raum, z. B. im Keller, eignet sich nicht dafür. Der tägliche "Abstieg" dorthin kann deprimierend sein und sich durch die Abschottung negativ auf die Leistung und das allgemeine Wohlbefinden auswirken.

Bitte nicht im Schlafzimmer

Wenn immer möglich sollten Sie nicht das Schlafzimmer zu Ihrem Homeoffice-Arbeitsplatz machen. Der Raum steht für Erholung, Entspannung und Zärtlichkeit. Mit dem Arbeiten im Schlafzimmer holen Sie sich unter Umständen negative Energien wie Stress, Druck, ja vielleicht sogar von unangenehmen Telefonaten in den Raum, die sich wie ein grauer Schleier im Raum ablagern. Legen Sie sich abends ins Bett und sehen noch PC und Berge von Arbeit vor sich, werden Sie nicht abschalten können.

Sollte die Arbeit im Schlafzimmer unumgänglich sein, empfehle ich:

  • Mehrmals am Tag gut durchlüften! Vor allem nach anstrengenden Telefonaten oder sonstigem Ärger: Fenster weit öffnen und stosslüften, dabei selber gut durchatmen. Klatschen Sie währenddessen ein paar Mal in die Hände oder benutzen Sie eine Rassel, um die unguten Energien aus dem Raum zu leiten.
  • Wenn möglich einen Raumteiler anbringen, der den Schlafbereich optisch verdeckt, z.B. mit einem Paravent. Auch mit einer temporären Vorhangschiene und Vorhängen kann ein Raum gut geteilt werden und sieht erst noch hübsch aus. Andernfalls kann man das Bett tagsüber z.B. mit einer grossen Tagesdecke abdecken, damit Sie während der Arbeit nicht abgelenkt sind und sich lieber aufs Bett legen würden als zu arbeiten.
  • Arbeitsunterlagen und z.B. Laptop jeden Abend in einen Schrank versorgen. Bildschirm, PC oder Drucker mit einem schönen Tuch abdecken. Den Bürostuhl allenfalls über Nacht aus dem Schlafzimmer bringen. Dies ist gleichzeitig ein schönes Feierabendritual und Zeichen, dass für heute Schluss ist mit arbeiten.
  • Nach getaner Arbeit und vor dem Schlafengehen noch einmal gut durchlüften.
  • Bauen Sie bewusst einen zeitlichen Abstand zwischen Arbeitsende und Schlafengehen ein.
  • Hochwertige Duftessenzen wie z.B. Lavendelöl können helfen, den Raum auf den Schlaf vorzubereiten. Für den "Energie-Kick" am Morgen kann Tannen- oder Limettenöl helfen.
  • Salzkristall-Lampen bringen nicht nur ein schönes warmes Licht ins Schlafzimmer, sie haben auch eine raumreinigende Wirkung.
  • Drucker, WLAN-Geräte, Smartphones & Co. unbedingt ausschalten!

So wie man sitzt, so arbeitet man

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Positionierung des Pultes bzw. die Sitzposition. Hierzu ein paar Tipps:

  • Setzen Sie sich nicht zwischen Türe und Fenster. Damit würden Sie im "energetischen Durchzug" sitzen.
  • Im besten Fall haben Sie beim Arbeiten die Türe bzw. den Raum im Blick.
  • Setzen Sie sich mit dem Rücken zur Wand. Das stärkt wortwörtlich Ihren Rücken und gibt Ihnen Halt. Vermeiden Sie es, mit dem Rücken in eine Raumecke zu sitzen. Ist dies nicht anders möglich, füllen Sie diese optisch mit einem Eckregal oder einer Pflanze ohne Spitzen oder Stacheln auf. Auch eine Lampe kann helfen, eine düstere Raumecke auszufüllen.
  • Achten Sie auf Tageslicht und eine gute allgemeine Beleuchtung.
  • Stellen Sie Ihren Stuhl bzw. Ihr Pult auf die für Sie richtige Höhe (rechter Winkel von Armen und Beinen). Tische, die nicht höhenverstellbar sind, können Sie z.B. mit Hölzern unterlegen. Haben Sie keinen höhenverstellbaren Bürostuhl, können Sie z.B. ein Holzschemmel zum Aufsetzen der Füsse nutzen.
  • Wenn Sie am Ess- oder Stubentisch arbeiten müssen, so machen Sie auch hier abends "reinen Tisch", indem Sie die Arbeit bewusst in einem Schrank versorgen und den Laptop wegräumen.

(Paar-)Beziehung stärken

Gerade wenn mehrere Personen im Haushalt leben, kann die Homeoffice-Situation Unruhe ins Zusammenleben bringen. Liebgewonnene Rituale des Einzelnen werden unter Umständen gestört, man muss näher zusammenrücken und Kompromisse eingehen. Beziehungen können so auf vielen Ebenen auf die Probe gestellt werden.

In dieser Zeit hilft neben einem offenen Dialog auch ein Blick auf den Südwesten der Wohnung. Er steht für Beziehungen zu unseren Mitmenschen im Allgemeinen und für die Paarbeziehung im Besonderen. Wie sieht es dort bei Ihnen aus? Kümmern Sie sich gut um diesen Bereich! Beispielsweise mit regelmässig frischen Blumen, einem Familien- oder Paarfoto. Auch nette Briefe oder Grusskarten von Freunden können die Beziehung zu anderen festigen. Wenn Sie vor allem die Beziehung als Paar stärken wollen, legen Sie im Südwesten der Wohnung ein Paarsymbol aus, z.B. zwei Steine oder zwei Muscheln, die Sie bei einem schönen Spaziergang gefunden haben. Oder zünden Sie am Abend zwei Kerzen an.

* Barbara C. Tudor ist ausgebildeter Feng Shui Consultant DFSI. Sie lebt und arbeitet in Gossau ZH. www.tudorfengshui.ch

Barbara C. Tudor